Konvertierung von aktuellem Handicap zum World Handicap System

Weltweit werden derzeit die sechs verschiedenen Handicap-Systeme zu einem einheitlich geltenden World Handicap System vereint.

Die nun bevorstehende Konvertierung der bisherigen EGA-Vorgabe in den neuen World Handicap Index, geschieht nicht durch eine einfache mathematische Umrechnung, sondern basiert auf einem neuen System, das wir bereits im Artikel “World Handicap System – ein erster Überblick” erläutert haben.

Mit der Einführung des World Handicap Systems werden in den kommenden Tagen alle Handicaps vom Deutschen Golf Verband neu berechnet. Da die Kalkulation auf einer anderen Basis erfolgt, wird sich der neue World Handicap Index grundsätzlich vom bisherigen EGA-Handicap unterscheiden. Die Berechnung des Handicap Index hängt nicht mehr unmittelbar vom vorherigen Handicap ab, sondern jedes Ergebnis führt zu einer Neuberechnung.

Bei den meisten Spielern unterscheidet sich der neue Handicap-Index von der bisherigen EGA-Vorgabe. Der Grund dafür ist die Berechnungsmethode: Während bisher eine Handicap-Veränderung schrittweise auf Basis des vorherigen Handicaps erfolgte, ist der neue Handicap-Index ein gewichteter Durchschnittswert der jüngsten Ergebnisse. Somit spiegelt Ihr Handicap-Index Ihr aktuelles Spielpotential deutlicher wider.

Konvertierung der EGA-Vorgaben
Das Vorgabenstammblatt jedes Golfers wird in ein sogenanntes Handicap History Sheet übertragen. In dieser Aufstellung werden auch zukünftig alle Ergebnisse dokumentiert, unabhängig davon ob sie in einer Handicap-relevanten Runde (alt: vorgabenwirksam) oder nicht erzielt wurden.
Grundsätzlich gilt: Um den Handicap-Index zu ermitteln, werden die letzten 20 Handicap-relevanten Ergebnisse in einem sogenannten Scoring Record aufgeführt. In diesem Kalkulationsblatt wurde der Durchschnitt Ihrer besten acht Ergebnisse errechnet. Sofern Sie keine 20 Ergebnisse im Jahr 2020 erspielt haben, wurden ältere Daten (bis maximal vier Jahre zurück) herangezogen.
• Sie hatten weniger als 20 Handicap-relevante Ergebnisse in den letzten vier Jahren erspielt? Kein Problem, für Sie wurde dennoch ein Handicap-Index errechnet und zwar aus einer reduzierten Anzahl an Runden.
• Falls Sie gar kein Ergebnis in den letzten vier Jahren erspielten, entspricht der Handicap-Index Ihrer bisherigen EGA-Vorgabe.
• Für alle Spieler mit weniger als 20 Handicap-relevanten Ergebnissen, wurde zudem in den Scoring Record ein sogenanntes „Anker-Ergebnis“, eingetragen. Das Anker-Ergebnis ist ein fiktives Ergebnis, das dafür sorgt, dass Ihr neuer Handcap-Index nicht zu stark von der bisherigen EGA-Vorgabe abweicht. Es wird immer als ältestes Ergebnis an unterster Stelle im Scoring Record eingetragen. Sobald in Zukunft ein neu erspieltes Ergebnis dafür sorgt, dass das Anker-Ergebnis zum 21. Ergebnis wird, entfällt es aus dem Scoring Record.

Hier finden Sie die wichtigsten Änderungen auf einen Blick.

ACHTUNG: Die Umrechnung geschieht automatisch in der Verbandszentrale des Deutschen Golf Verbandes. Der Golfpark hat ab diesem Zeitpunkt keinen Einfluss mehr auf Ihr Handicap.

Hier finden Sie ein Erklärvideo zum Konvertierungssystem: